Es war einmal und ist es noch, ein Märchen....
Es war einmal vor sehr, sehr langer Zeit, da passierten in dem Land Märfasawula die
sonderbarsten Dinge und das ganze Land war in Aufruhr.Die wunderlichsten Wesen
reisten von Nord nach Süd, von Ost nach West und umgekehrt im Lande umher und
keines wußte so recht warum.

Wir befinden uns hier an einem Ort den die, die ihn kennen als das Tal
"der ruhebringenden Quellen" bezeichnen. Doch über jeder Quelle steht eine
große viele hundert Jahre alte Eiche, dieser Umstand gab dem Tal seinen
eigentlichen Namen, "Eichenquelltal". Und anstatt wie sonst, wo es hier nur
glückliche und zufriedene Lebewesen gab und das Tal eine Ruhe und Schönheit
ausstrahlt, so daß man hier ewig verweilen möchte, ist es nicht. Denn es herrscht
ein aufgeregtes Treiben und alles spricht und wuselt durcheinander. Ein
Murmeln und Raunen geht durch das Tal, welches sich anhört, als würde sich
ein Wetter zusammenbrauen, was ein Gefühl entstehen läßt als könnte man in der
Ferne schon einen mächtigen Donner grollen hören.

Der Grund für das aufgeregte Treiben liegt darin, daß vor zwei Geschichten
(in Märfasawula dauert ein Tag solange wie eine Geschichte, die erzählt wird)
ein Bote im Tal eintraf, der vom Rat der "phantastischen Geschichtenerzähler"
geschickt war um dem Volk in diesem Teil des Landes die Nachricht zu
überbringen, daß man sich an dem jeweiligen "Baum der Gezum
Treffen einfinden solle. Der "Baum oder Platz der Geist ein Ort
unter einer meist äußerst mächtigen und tausendjährigen Eiche, oder in einer
riesigen Höhle, oder auf einem mächtigen Felsen der oben drauf platt wie ein
Tisch und weit wie eine Tagesreise war. Kurzum es sind außergewöhnliche Orte,
die jeder im Lande kannte und an denen man sich alle Jahre traf, um Märchen,
Fabeln, Sagen und wundersame Begebenheiten zu hören und zu erzählen. Aber
auch um die alten Erzähwieder ins Gedächtnis zu Rufen damit sie nicht
vergessen würden, auch und das in erster Linie um wieder einmal neue
Erzählungen zu hören, welche man dann freudig mit nach Hause in die Familie
und oder in die Sippe nahm, um sie den anderen weiterzugeben. Es wurden
auch alte Erzählunabgewandelt und verändert, so daß sie sich fast wie neue
Geschichten anhörten und es machte den Erzählern riesigen Spaß ihre unendlich
große Phantasie auf die Reise zu schicken, um sich neue Geschichten auszudenken.

Von hier aus gingen dann alle wieder nach Hause oder man machte sich auf die
Wanderschaft, um Märchen, Sagen, Fabeln und Geschichten im ganzen Land
oder über die Landesgrenzen hinweg in fernen Ländern weiter zu erzählen.

Und manchmal kommt so ein Geschichtenerzähler auch in das Land der Menschen,
und wenn diese nicht nur immer hektisch durch den Alltag haso treffen sie
vielleicht an einer Straßenecke, in einem Zug oder sonstwo, wenn sie zur Ruhe
kommen und sich besinnen. Einen kleinen Mann, ein nicht ganz alltägKind,
einen kleinen Hund oder eine Katze, und wenn sie diesen Lebewesen dann nur
kurz in die Augen schauen, beginnt für den oder die Menschen ein Traum und
sie bekommen eine Geschichte erzählt und meres gar nicht. Denn sie können
diese Genicht hören weil diese Märchen nicht mit Worten erzählt
werden sondern sie entstehen im Geist und in der Phantades jeweiligen
Menschen. So merken wir nicht das uns die Geschichten erzählt werden sondern
wir glauben das wir TräuAber wenn so eine Erzählung, Geoder
Traum zu ende sind dann merken wir, wie wohl und erholt wir uns fühlen und
wir sind gestärkt und kräftig für neue Taten.

Nur ganz, ganz selten geben sich die "Geschichtenerzähler" zu erkennen, und
dann entstehen Bücher so wie dieses. Und genau das war mir vor ungefähr einer
Woche geich wußte auch erst gar nicht was mit mir los war, es brauchte
auch etwas Zeit bis es mir klar wurde.

An einer Straßenecke in meiner Heimatich saß in meinem Auto und war
geauf dem Weg zur Arbeit als mir am Straßenrand eine kleine Katze
auffiel die sich ganz scheu und verängstigt an einen Hauseingang preßte und
von dort früh Morum 6 Uhr den hektischen Berufsverbeobachtete,
dabei machte sie einen ziemlich niedergeschlagenen und erschöpfEindruck.

Ich stand gerade vor einer roten Ampel und konnte so die kleine Katze recht
gut beobachten. Als sich plötzlich unsere Blicke trafen war ich wie gelähmt
und nicht mehr in der Lage das Auto auch nur einen Meter weiter zu bewegen,
hinter mir begann ein riesiges Hupkonzert was mich allerdings nicht störte
denn vor meinem inneren Auge hatte ich die Bilder von rieFahrzeugen und
von großen runden Säulen, die wie von Geisterhand hin und her gesetzt wurden.
Nach einem Augenblick erkannte ich die Beine vorbeigehender Menschen und in
einem der riesigen Fahrzeuge auch mich selbst. Es kam mir fast so vor als würde
ich mich mit den Augen der kleinen Katze betrachten, mir wurde richtig mulmig
zumute als ich jetzt wiederum sah das sich die Katze auf mein Auto zubewegte,
ich ihr die Türe öffnete und sie in das Auto hinein sprang. Bei der nun
kommenden Grünphase der Ampel überquerte ich die Kreuzung wendete danach
den Wagen und fuhr wieder nach Hause.

Als ich dort angekommen war nahm ich die kleine Katze auf den Arm,
verschloß den Wagen und trug nun die kleine Katze ich nenne sie einfach
"Märchenprinzessin", rauf in meine Wohnung. Dort setzte ich Sie erst
einmal im Wohnzimmer auf dem Sessel ab und zog meine Schuhe und meinen
Mantel aus. Während der ganzen Zeit beobachtet mich die "Märchenprinzessin"
und horcht auf alles was in der Wohnung an Geräuschen vorhanden war.

Nachdem ich meine Hausschuhe angezogen hatte, schaute ich aus dem Arbeits-
zimmer heraus die kleine Prinzessin ganz in Gedanken an und obwohl ich auf
Katzen mit einem schrecklichen Nießreiz reagiere passiert jetzt gar nichts
und so schauten wir uns nur an. Die "Märchenprinzessin" hat eine so
sonderbare Fellfärbung das man sie einfach für etwas besonderes halten muß.
Ihre Grundfarbe ist pechschwarz bis auf ihre schneeweißen Pfoten und einer
weißen Schwanzspitze, auf der Brust trägt sie ein weißes Karo. Bis hierher alles
nichts besonderes aber auf ihrem Kopf, zwischen den beiden Ohren hat sie einen
zwei markstück großen rothaarigen Fellfleck der aussieht, als würde sie eine
kleine rote Krone tragen.

Und nun sitze ich hier und lausche den Erzählungen der kleinen Katze und
schreibe diese Geschichten in meinen Computer. Und während ich so vor mich
hin tippe schaut mir die "Prinzessin" ganz aufmerksam zu und in mir macht sich
ein Gefühl von angenehm aufgeregter Erwartung und Unruhe breit. Draußen ist
es nun schon dunkel geworden und ich schreibe und schreibe bis in die tiefe
Nacht hinein und vergesse um mich Raum und Zeit. Erst früh am nächsten Morgen
läßt der Bann nach und ich falle völlig erschöpft in mein Bett, wo mich ein tiefer
von Träumen erfüllter Schlaf befällt, und zu meinen Füßen liegt die Märchenprinzessin.
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