Waldspaziergang Wir setzen uns entspannt in einen bequemen Stuhl oder Sessel. Wer will kann sich auch auf die Couch oder das Bett legen. Wir atmen ruhig, tief und gleichmäßig. Wir lauschen der leisen Musik und der Stimme, die uns immer tiefer in die Entspannung gleiten läßt. Wir stellen uns vor, wir stehen an einem Waldrand und es ist ein herrlich frischer Morgen. Auf den Wiesen, an denen wir auf dem Weg hierher vorbei gekommen sind, liegt noch der frühe Tau. Die aufsteigende Sonne hebt sanft und langsam die letzten Nebelschleier aus dem Gras empor und schiebt sie durch die Äste und Zweige der Bäume, hinauf in den blauen Himmel. Somit tauchen wir ein in die tiefe Ruhe des Waldes, der uns nun mit seinen Stämmen, Sträuchern und Büschen umarmt. Eine Ruhe, die nur unterbrochen wird von dem Gesang der Vögel, der Jagd der Eichhörnchen und dem Piepsen einer Mäusefamilie, die gerade den Spazierweg kreuzt. Da, einige Meter von uns entfernt sehen wir im Schatten der Blätter; die noch den hellen Schein der Sonne verweigern, ein Rehkitz stehen. Ganz ruhig steht es da und schaut nach seiner Mutter. Als wir näher auf das Kitz zugehen, scheint es, daß es seine Mutter entdeckt hat und ohne große Furcht macht es sich zielstrebig auf den Weg zu ihr. Wir schauen ihm eine Weile nach, bis wir im Dickicht auch die Mutter entdecken und genießen den Anblick der sich begrüßenden Tiere. Es ist ein wunderbares Gefühl von Frieden und Ruhe in diesem Wald und die Sonne malt mit Hilfe der Blätter, lustige Schatten auf den Weg. Nachdem wir eine ganze Weile vor uns hin gewandert sind, spüren wir die Wirkung der Ruhe des Waldes, des Gesangs der Vögel und das Einssein mit der Natur. Wir schauen uns um und mit tiefen Atemzügen nehmen wir die Kraft der Natur in unseren Körpern auf. Nun fällt unser Blick auf ein Spinnennetz und in den Strahlen der Morgensonne glitzern die kleinen Tautropfen wie Diamanten, die fein säuberlich auf den Fäden des Netzes aufgezogen sind. Wir gehen weiter und weiter in den Wald hinein, sind ruhig und nehmen mit jedem Schritt die Ruhe in uns auf. Schauen hierhin und dorthin und sehen zwei spielende Eichhörnchen, wie sie sich um die Frucht eines Baumes balgen. Wie ein Blitz geht es über den Waldboden den Baum hinauf und an der anderen Seite wieder hinunter. Kreuz und quer über die dicken Äste und dünnen Zweige, mit einem beherzten Sprung in den angrenzenden Baum. Ein entspanntes, munteres Lachen verläßt unseren Mund und mit einem mal halten die beiden lustigen Gesellen inne, schauen sich zu uns um und plötzlich sind sie verschwunden. Weiter führt uns der Weg, weiter bis wir eine Ansammlung von Eichen und Buchen zu Gesicht bekommen. Ihr Anblick bringt uns dazu vom eigentlichen Weg ab zu gehen um uns die Baumlichtung genauer zu betrachten. Der Weg durch das Dickicht und die mit Dornen besetzten Wildrosenranken ist beschwerlich, aber endlich kommen wir doch an der Lichtung an. Dort bemerken wir, daß Eichen und Buchen wie kreisförmig um eine Lichtung stehen, die mit sanften weichem Gras bewachsen ist und in deren Mitte die Sonne einen einladend hellen, warmen Platz gemalt hat. Wir nehmen die Einladung des Ortes an und setzten uns in die Mitte des Wiesenfeldes, dort wo die Sonne den Boden erwärmt hat und uns ihr wärmendes Licht trifft. Wir setzen uns zu Boden und schließen unsere Augen, mit tiefen Atemzügen nehmen wir die Luft in unseren Lungen auf und spüren dort ihre Kraft. Ruhig und gleichmäßig atmen wir tief, ein und aus. Dort, wo unser Körper in Kontakt mit dem Waldboden kommt, spüren wir die Energie des aufgewärmten Bodens und spüren die Kraft des Boden in uns aufsteigen. Durch unsere geschlossenen Augenlieder nehmen wir mit gelben und roten Farben die Energie der Sonne wahr. Im Rhythmus der Atmung nehmen wir auch die Kraft des Sonnenlichtes in unserem Körper auf und öffnen uns den Energiequellen der Natur. Nachdem wir nun eine ganze Weile so gesessen haben, öffnen wir wieder unsere Augen und machen uns in Ruhe auf den Heimweg. Auf den Weg in unser Hier und Jetzt, -- kommen an in der Realität. Sind wir angekommen, öffnen wir nun die Augen und machen einige Dehn- und Streckübungen um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Nach einer Weile werden wir merken, was für ein herrlich kraftvoller Tag es ist. Copyrights by Silberwolf | ||||||||