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Merlin´s Höhle unterhalb von Tintagel(Camelot)
Liebe Silvia, ich dank Dir für dieses schöne Bild. http://www.shaman-ca.de


Bevor ich hier die nächsten Schritte beschreibe muß ich sagen das ich selbst verwundert war, daß eines meiner Krafttiere mich in die keltische Richtung des Shamanismus verschlagen hat. Aber später wurde mir der Sinn des Umweges bewust.
Währe ich von Anfang an den keltischen Weg gegangen, hätte ich Probleme gehabt all dieses anzuerkennen.

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Wie schon gesagt, eines meiner Krafttiere sorgte dafür, daß es mich an die englische Küste verschlug. Komisch, eigentlich hatte ich mich auf die Reise begeben, um meinen spirituellen Lehrer zu suchen. Aber alles kommt ganz anders. Als ich angekommen war, sah ich kein Gebirge, keine weiten Ebenen und schon gar keinen Indianer.
Ich sah sanft aufsteigende Hügel, sah, daß ich am Rande einer Steilküste entlang lief und sah Bäume dort stehen, die mir sofort bekannt waren. Vor der Reise hatte ich mir die Aufgabe gestellt meinen geistigen Führer, meinen spirituellen Lehrmeister zu finden. Die Gegend kam mir irgendwie bekannt vor, aber ich konnte es nicht so recht zuordnen. Weit und breit war kein Mensch und auch kein Krafttier zu sehen. Bis auf jenes, welches mich an diesen Ort gebracht hatte. Es erhob sich aber kurz darauf wieder in die Lüfte, wohl um die Gegend von oben zu betrachten.
Ich hatte schon überlegt, ob ich ein wenig dem Weg auf dem ich stand folgen sollte, war aber unschlüssig und so schaute ich erst in alle möglichen Richtungen, um das Gelände zu beobachten und mir somit den richtigen Weg auszusuchen. Doch bevor ich überhaupt die Entscheidung hätte fällen können, stand wie aus heiterem Himmel ein Mann vor mir, der nur mit einer Art Tunika aus weißem groben Leinen bekleidet schien.
Ich begrüßte den Mann freundlich und fragte was er von mir wolle oder ob ich ihm helfen könne. Er schaute mich eine geraume Weile mit festem abschätzenden Blick an. Ich hielt seinem Blick stand und hatte einen Moment lang das beunruhigende Gefühl, daß er mich bis in das tiefste Innere meines Wesens prüfte.
Es dauerte eine ganze Weile und erst als ich spürte, daß der Blick des Fremden nicht mehr so feste auf mir ruhte und weicher zu sein schien, erlaubte ich mir eine Frage an ihn zu richten. Ich fragte ihn ob er mein "Lehrmeister" sei, doch anstatt der erwarteten Antwort überreichte er mir nur einen Zweig von einem Baum mit nichts anderem als grünen Blättern daran. Während er mir den Zweig reichte, den ich dankend annahm, spielte ein leichtes Lächeln um seine Mundwinkel und er deutete mir an, daß ich ihm folgen solle. Wir gingen eine ganze Zeit auf einem Pfad an der Meeresküste entlang und ich mußte mich beeilen, um den alten Mann nicht warten zu lassen, denn trotz seines fortgeschrittenen Alters besaß er einen weitgreifenden Schritt und flinke Füße. Unser Weg führte uns lange an einer Steilküste entlang und hin und wieder konnte ich einen Blick auf die Brandung des Meeres einfangen. Ich roch die salzige Luft und spürte den frischen Wind auf meiner Haut. Es schienen Stunden vergangen zu sein, als wir plötzlich um eine Landzunge bogen und ich in der Ferne eine Burg erkennen konnte. Der Pfad auf dem wir uns bewegten führte direkt auf diese Burg zu und in mir stieg eine Unruhe, auf wie ich sie vorher nie gekannt habe.
Weiter liefen wir auf die Burg zu und sie schien mir mit jedem Meter vertrauter zu werden. Nie zuvor war ich an diesem Ort. Heutige Bilder zeigen nur noch ihre Ruinen. Ihre zerfallenen Mauern, Türme und Gebäude versprechen nur einen Bruchteil von dem was sie wirklich war, aber ich sah sie mit all ihrer Schönheit vor mir stehen. Wie der Wind flogen meine Schritte auf die Burg zu. Doch ehe wir sie erreichten, bog der alte Mann auf einen Pfad , der noch schmaler war als der auf dem wir die ganze Zeit wanderten. Dieser Pfad jedoch führte nicht zur Burg, sondern die Klippen hinab zum Meer. Der Weg war ziemlich beschwerlich und mit jedem Schritt fühlte ich mich unsicherer. Es lag nicht nur daran, daß durch die Feuchtigkeit der aufsteigenden Brandung der felsige Lehmboden naß und glitschig wurde, nein es war auch das Gefühl den Weg zu kennen. Doch gleichzeitig war da eine gewisse Angst vor dem was mich erwartete. Der Alte vor mir ging unbeirrt und zielstrebig seinen Gang und ich wagte es nicht ihn anzusprechen. Als wir am Fuß der Klippen den Strand erreichten, war ich froh den weiten Sandstrand unter meinen Füßen zu spühren. Der Weg war doch sehr schmal gewesen und der Abgrund ziemlich tief. Mein Führer deutete auf eine Höhle, die gar nicht weit von uns in den Klippen auftauchte. Ich verstand nun, daß dort das Ziel der Wanderung lag. Wir gingen gemeinsam darauf zu, aber am Eingang ließ er mir den Vortritt und ich schaute mich in der Höhle um. Der Boden des Eingangs war naß von den hin und wieder hereinlaufenden Wellen. Dort wo keine Nässe hinkommen konnte gab es eine große erloschene Feuerstelle und in ihre Nähe stand ein roh gezimmerter Tisch und Stuhl. Auf dem Tisch stand ein Kerzenleuchter und ein Behälter, in dem eine Feder steckte. Neben dem Tintenfaß lag ein großes Buch, es war in Leder eingebunden und die Ecken waren mit einem goldfarbenen Metall beschlagen. Ich öffnete das Buch, aber die Seiten waren leer. Die Schreibfeder schien oft gebraucht zu sein und der Ledereinband des Buches wirkte fettig vom Öffnen und Schließen, aber es stand nichts in dem Buch geschrieben. Ich blätterte eine Seite nach der anderen um und setzte mich dazu auf den Stuhl aber alle Seiten waren leer.
Ich hatte das ganze Buch durch geblättert und nicht einen Buchstaben gefunden; ich verstand den Sinn meiner Anwesenheit hier nicht. Als ich aufschaute um den alten Mann zu fragen was ich hier sollte, stellte ich fest, daß er verschwunden war und er mich in der Höhle allein gelassen hatte. Im gleichen Moment bemerkte ich einen Raben, der auf meinem rechten Handgelenk hockte und in meiner Hand ruhte die Feder.
Damit endete die Reise.
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Ein Reisebegleiter......
Eigentlich wollte ich einigen rätselhaften Knoten die mir die Anderswelt in Arbeit gegeben
hatte auflösen, aber die NAW war da wohl anderer Ansicht und stellte mir ein neues Rätsel.
Es war in den Nächten um Shamhain, in ihnen träumte ich vieles, manches wiederholte sich
oder war auch schon bekannt. Doch zu Shamhain selber begab ich mich gezielt auf die Reise
um einige Unklarheiten zu klären.
Drüben angekommen, war völlig gegen meine Erwartung nicht eines meiner Krafttiere
Anwesend. Wie üblich wenn ich wieder alles ganz genau wissen will. :o) Nach der Wölfin
rief ich sogar, und ich spürte wie weit mein Ruf hallte, aber nichts geschah. Niemand war
weit und breit zu sehen.Ich blieb eine ganze Weile unschlüssig stehen und wollte mich gerade alleine auf den Weg machen als ich an dem rechten Bein einen starken Widerstand spüre. Ein zweiter Versuch,
wieder das gleiche, ein Widerstand der mich nicht von der Stelle kommen läßt. Ich schaue herunter und unten an dem rechten Hosenbein nagt ganz genüßlich ein Wolfswelpe herum
und liegt dabei platt auf seinem Bauch.Zuerst schaue ich ziemlich überrascht aus der Wäsche, doch dann finde ich ihn einfach zu
putzig und gehe hinunter zu ihm in die Knie. Spiele einige Zeit mit ihm und vergesse ganz
meine ursprüngliche Absicht der Reise. Nach einer Weile ist meine Hose für den Welpen uninteressant geworden und er will mit mir um einen Stock ziehen (balgen), dann ganz
plötzlich läßt er ab vom Spiel und schaut mit hängender Zunge angestrengt in eine
bestimmte Richtung. Alles ist ruhig geworden, kein Blatt im Wind, kein Vogel ist zu hören. Dann- plötzlich, steht meine Wölfin etwa sechs bis acht Meter von mir entfernt zwischen
ein paar Bäumen. Ich begrüße sie mit sanften, freundlichen Worten, will mich ihr nähern
bin jedoch nicht in der Lage mich zu ihr zu bewegen und warte nur was kommt. Der kleine Welpe
läuft nun auf sie zu und er begrüßt sie wie seine Mutter, dann läuft er an ihr vorbei als wolle
er nach Hause. Die Wölfin jedoch rührt sich nicht vom Fleck und schaut mich mit ihren
großen dunklen Augen freundlich an, während der Welpe zurück gelaufen kommt und sich vor seine Mutter stellt. Mit spitz aufgerichteten Ohren und hängender Zunge schaut er mich aufmerksam an, dann gibt ihm seine Mutter einen Schubs und der Welpe stolpert und rollt den kleinen Abhang hinab auf mich zu.
Vor mir stehend wedelt er mit seinem Schwanz und schaut mich an. Dann dreht er sich um und läuft zu seiner Mutter zurück doch die gibt ihm wieder einen Schubs in meine Richtung, das geht noch zwei/dreimal so bis wir beide der Welpe und auch ich verstanden haben das er bei mir bleiben soll.
Ich nehme den Welpen vom Boden hoch, halte ihn vor mein Gesicht und schaue ihm tief in die
Augen. Im gleichen Moment leckt seine Zunge quer durch mein Gesicht, was ich gar nicht so gern habe, aber ich lache darüber. Als ich zur Wölfin rüber schaue ist die schon verschwunden und der Welpe und ich stehen einsam und allein in einem Wald in der Anderswelt herum.
Seitdem begleitet er mich auf meinen Reisen, aber meist ist er schon vorher da und fragt wann es
endlich losgeht. Er ist ungeduldig, neugierig und wißbegierig, wird es gefährlich dann ist er noch ein Feigling aber ich spüre wie er von Tag zu Tag mutiger wird.
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